Name: Alfred Quasny
Wohnort: A-7432 Oberschützen
Tel: +43 650 8117088
Email: alfred_kwasny@gmx.at
Links: www.wildwege.at
Über Mich:
Geboren 1975. Als Sozialarbeiter in der Jugend- und Burschenarbeit, Bewährungshilfe und im psychosozialen Bereich tätig. Ausbildungen in Holistic Dance and Movement Pedagogy, Wilderness Ritualarbeit und Visionssucheleitung in der Tradition der School of Lost Borders.
Mich leitet eine große Begeisterung für die transformierende Kraft der Initiation, von Ritualen, Erfahrungen mit der Natur und des Zuhörens von Herzen. Immer geht es mir um ein ganzheitliches Menschsein, das sich als mit der Natur und allem Leben verbunden begreift.
Zur Männerarbeit kam ich, nach einer langen Zeit des Übersehens und Leugnens, dass mein Mann-Sein irgendeine Bedeutung für mein Mensch-Sein haben könnte. 2012 war dann alle Lebenskraft weg. Gleichzeitig war da ein klarer, überdeutlicher Ruf, mich aufzumachen auf den „Weg der Männer“… im Jahr darauf gleich noch mal. Das Feuer für diesen Initiationsweg hat mich seitdem nicht verlassen und ist ein wichtiger Teil meines Friedenswegs geworden.
In Seminaren biete ich Wege in die eigene Natur, Jahreszeitliche Rituale, Visionssuchen und Tanz, sowie individuelle Begleitung in Medizinrad- und Ritualarbeit. Außerdem Krisenunterstützung und Outdoorpädagogik im sozialarbeiterischen Feld.
Ein besonderes Herzensanliegen ist mir die initiatorische Begleitung von Burschen am „Weg der jungen Männer“.
Ich bin Vater eines wunderbaren Sohnes und lebe in Partnerschaft mit meiner ebenso wunderbaren wie unergründlichen Frau Adele.
HO, Mann ! Männer brauchen Wildnis..
Viele von uns Männern sind es gewohnt, viel zu tragen. Wir kümmern uns um Arbeit, Beziehungen und Familie, treffen Entscheidungen, lösen Probleme und versuchen, den Anforderungen unseres Lebens gerecht zu werden. Und oft gelingt uns das ziemlich gut. Nur merken wir oft erst spät, was dabei auf der Strecke bleibt. Wann hast du zuletzt wirklich gespürt, wie es dir geht? Wann hast du etwas getan, das dich nährt, nicht damit du noch besser funktionierst, sondern weil es dir guttut und dich lebendiger macht? Für uns ist die Wildnis ein Ort, an dem genau das möglich wird Nicht , weil wir dort endlich wieder „richtige Männer“ werden. Nicht, weil wir härter, ursprünglicher oder irgendwie männlicher sein müssten. Wildnis bewertet nicht.
Der Fluss sagt dir nicht, wie ein Mann sein soll.
Ein Baum erwartet keine Performance.
Dem Regen ist ziemlich egal, ob du dein Leben im Griff hast.
Und am Feuer interessiert sich niemand für deinen Status.
Draußen fallen die Bilder weg, an denen wir uns sonst ständig messen und ausrichten. Dafür darf im Spiegel der wilden Natur und unter Männern, die nach und nach etwas von ihren Rollen und Rüstungen ablegen, etwas Ehrlicheres auftauchen. Etwas Tieferes, Ursprünglicheres, das längst da ist. Müdigkeit, Unsicherheit und Angst zeigt sich. Genauso wie Spiel, Lust, Trauer, Zärtlichkeit, Kraft und Lebensfreude.
Du merkst: Da bin ich. Ich spüre mich wieder.
Darin liegt für uns Wildheit: wieder über mehr von uns selbst verfügen zu können.
Denn wir haben unsere Wildheit nicht verloren. Wir halten sie oft nur verdammt gut in uns gefangen. Wildheit bedeutet nicht Rücksichtslosigkeit oder Machismo. Ein wilder Mann kennt seine Kraft und wird deshalb nicht von ihr beherrscht. Er kann Aggression spüren, ohne sie auf andere loszulassen. Begehren, ohne zu nehmen. Angst, ohne vor ihr davonzulaufen. Zärtlichkeit, ohne sich dafür zu schämen. Genau dort beginnt für uns männliche Reife. Wir Männer brauchen Räume, in denen wir uns wieder nähren können. Nicht als Flucht vor unserem Leben und unserer Verantwortung, sondern gerade weil wir mitten darin stehen. Denn wenn unsere eigenen Quellen versiegen und wir nur noch funktionieren, haben wir irgendwann auch weniger zu geben. Selbstfürsorge bedeutet für uns deshalb auch, Verantwortung dafür zu übernehmen, womit wir uns als Männer nähren.
Ein paar Tage mit Männern draußen können verdammt unbequem sein.
Kälte, Regen, Anstrengung und die eigenen Grenzen gehören dazu.
Und gleichzeitig kann es unendlich weit werden.
Wir kommen wieder in Beziehung mit unserem Körper, unserer Kraft, miteinander und mit dem Leben.
Und wenn wir zurückkehren, wartet unser Alltag auf uns. Aber wir begegnen ihm anders: genährter, klarer, lebendiger und mehr bei uns.
Wir brauchen Wildnis nicht, um jemand anderes zu werden.
Sondern um wiederzufinden, was längst da ist.
Wenn dich beim Lesen etwas davon berührt oder ruft, dann nimm diese Sehnsucht ernst. Es ist Zeit, wieder hinauszugehen. mit wildfriedlichen Grüssen🪶 Alfred & Oliver – für die Männer von einfachMann



